Sehr geehrte Damen und Herren,
Alleinerziehende brauchen die Unterstützung der ganzen Gesellschaft. Wir alle stehen in der Pflicht, denen zu helfen, die alleine Kinder erziehen und für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen. Wer diese doppelte Aufgabe alleine schultern muss, fällt dadurch nicht selten in die Hilfebedürftigkeit. Über eine halbe Million Alleinerziehende beziehen Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende für sich und ihre Kinder.
Alleinerziehende stoßen an viele Hürden, wenn sie versuchen, ausreichend Einkommen zu erzielen, um die Hilfebedürftigkeit zu überwinden: Insbesondere wenn Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlen, fällt es ihnen schwer, Kindererziehung und Vollzeitbeschäftigung miteinander zu vereinbaren. Zwar gehen deutlich mehr Alleinerziehende einer Erwerbstätigkeit nach als Alleinstehende, aber häufig sind dies Teilzeitbeschäftigungen, deren Bezahlung nicht ausreicht, um davon allein leben zu können. Deshalb ist es wichtig, dass wir Hilfe und Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende organisieren – flexible und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst.
Viele arbeiten daran mit. Die Veranstaltung „Perspektiven für Alleinerziehende – Fachtagung im SGB II“ am 26. Mai 2009 soll den bundesweiten fachlichen Austausch fördern und die Vernetzung der Beteiligten verbessern. Es geht darum, die bestehenden Ansätze der Aktivierung und Integration weiter zu entwickeln. Diejenigen, die besonders erfolgreich darin sind, Alleinerziehende zu unterstützen und zu beraten, sollen ihre Konzepte weitergeben. Damit möglichst alle Alleinerziehenden optimal unterstützt werden können.
Olaf Scholz
Bundesminister für Arbeit und Soziales